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Lernwerkstatt SPIEL

Lernwerkstatt SPIEL – Das Konzept

Der zentrale Begriff des Spiels ist verbunden mit den Begriffen Freiheit, Ästhetik, Motivation, Lernen, Bildung und Kultur. In der Lernwerkstatt SPIEL wird gezeigt, dass diese Begriffe zusammen gehören. Angesiedelt in der Ausbildung für angehende Lehrpersonen vom Kindergarten bis zur Primarunterstufe, steht bei uns Lehre und Forschung zum Spiel im Fokus. Auch weit über die Zielstufen hinaus sehen wir das Spiel im Lichte seiner gesellschaftlichen und kulturellen Bedeutung als einen Schlüssel zur Bildung an.

Das Spiel

Im Spiel verbinden sich so scheinbar unterschiedliche Dimensionen wie strategisches Denken, gemeinschaftliche Abstimmung, Phantasie und Kreativität. Wichtige Werkzeuge, Techniken und Methoden zur Erschliessung von Welt werden im Spiel intrinsisch motiviert und eingeübt: Experimentelle Neugier, komplexes kontrafaktisches Denken und ein Bewusstsein der eigenen und der fremden Wahrnehmung. Im Spiel werden Herausforderungen auf verschiedensten Ebenen erzeugt, die zugleich auch als erreichbar wahrgenommen werden – ein optimales Erlebnis-, Denk- und Lernklima. Im freien Spiel erforschen und erschaffen, verhandeln, verändern und ko-konstruieren die Spielenden gemeinsam die Welt und erproben ihre Rolle darin. Spielen stellt damit selbst eine grundlegende Kulturtechnik und mithin die Basis gesellschaftlicher Teilhabe dar. Deshalb stehen in der Lernwerkstatt SPIEL die Möglichkeiten der Spielförderung und Spielbegleitung im Zentrum.

Ziele und Ausbildung

Die Formen der wissenschaftlich fundierten, empathischen, unterstützenden, aufmerksamen und zugleich Freiraum ermöglichenden Begleitung von Spielprozessen werden in den Seminaren der Lernwerkstatt SPIEL vermittelt. Die in den verschiedenen Spielformen begründeten Potenziale zur Förderung von kognitiven, motorischen, fachlichen, überfachlichen, sozialen und Selbst-Kompetenzen werden herausgearbeitet. Spielbewusste Planung, Interaktion, Begleitung und Reflexion bei Funktions- und Bewegungsspielen, bei Konstruktions- und Rollenspielen, bei Brett- und nicht zuletzt auch bei Computerspielen werden thematisiert. Über die Auseinandersetzung mit Kriterien für gutes Spiel wird zudem das kritische Bewusstsein geschärft. So können fragwürdiges Spielzeug und für Kinder nicht geeignete Spiele erkannt werden.

Wir arbeiten einerseits entgegen Tendenzen der zunehmenden Verschulung des Kindergartens, indem die Bedeutung des Spiels hervorgehoben und die Lehrpersonen für die Begleitung des Spiels qualifiziert werden. Zugleich betrachten wir von der anderen Seite her das Potenzial des Spiels auch für die Primarstufe und üben Formen der selbstgesteuerten spielenden Welterschliessung auch für diese Stufe mit den Studierenden ein.

In regelmässig stattfindenden Seminaren werden von Studierenden praktische und zugleich forschungsorientierte Projekte über das ganze Semester verfolgt, Schulklassen besucht, eigene Forschungsfragen formuliert und bearbeitet sowie Spiele gestaltet. Es kommen teilweise auch Klassen in die Lernwerkstatt, so dass die Begleitung von SchülerInnen und Kindergartenkindern praktisch geplant, ausgeführt und reflektiert werden kann.
In der Lernwerkstatt SPIEL wird zugleich eine Öffnung der Seminarstruktur angestrebt: Neben Inputs, Gruppenarbeiten, Spielen, der gemeinsamen Diskussion von Forschungsfragen etc. werden die Studierenden in offenen Zeiten bei der Bearbeitung ihrer Projekte durch die Lernbegleitung unterstützt.

Mitbestimmung der eigenen Lernprozesse sehen wir als einen wesentlichen Aspekt von Bildung in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Dies versuchen wir darüber umzusetzen, dass die Studierenden eigene Projektanteile verwirklichen können. Ausserhalb von Seminaren steht die Lernwerkstatt SPIEL den Studierenden, aber auch Lehrpersonen, in Öffnungszeiten zur Verfügung.
Die Lernwerkstatt wird durch Studierende mitgestaltet. Diese sind immer sowohl Nutzer als auch Konstrukteure der Werkstatt – sie können und sollen dort Spuren hinterlassen. Sie gestalten z.B. Ausstellungen, Spiele und Werkstatt-Posten. Diese stehen auch dem/der GelegenheitsbesucherIn der Werkstatt zur Verfügung.

Zu den Aktivitäten der Mitarbeitenden der Lernwerkstatt SPIEL gehören auch Publikationen, wissenschaftliche Projekte und Weiterbildungen.


Räume und Ausstattung der Lernwerkstatt SPIEL

In der Lernwerkstatt befindet sich anregungsreiches Spielmaterial zum Entdecken, Bauen, Lernen und neu Entwickeln, für Projekte, zum Sammeln eigener Erfahrungen sowie zur Reflexion, Posten zum Erwerb von Kompetenzen im Kontext „Spiel“ und eine Präsenzmediothek.

Raum 1: „Bewegungsraum“


Raum 1 - Lernwerkstatt Spiel


Bewegungs- und Funktionsspiele, mobile Elemente, Videospiele, naturnahe Materialien, Materialien zum Messen, Untersuchen und Experimentieren, Alltagsgegenstände.

Raum 2: „Spielraum“


Raum 2 - Lernwerkstatt Spiel


Klassisches und neues Spielmaterial, Konstruktions- und Brettspiele, Rollenspiel-Material, Info-Posten, Mediothek zum Spiel, von Studierenden selbst gestaltete Spiele, Material zum Spiele designen.


Konzepte zur Werkstatt und zum Spiel ausserdem in den Publikationen.



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