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Lernwerkstatt SPIEL

Weiterbildungen

Termine für 2018:


Tablet-Games im Kindergarten

Videospiele sind mehr und mehr zum anerkannten Kulturgut geworden. Zugleich stellen sich, gerade im Bereich des Kindergartens, Fragen nach dem sinn- und massvollen Umgang, nach geeigneten Spielen, Lernspielen und Förderbereichen. Auch Elternberatung in Bezug auf eventuelle Gefahren und deren Vermeidung ist mehr und mehr nötig. Möglichkeiten der Regelung, Begleitung und Nutzung im Kindergarten und der spezifische Mehrwert von Tablet-Games sollen aufgezeigt werden. Diesen Themen will sich die Weiterbildung in einem basalen Grundkurs widmen, der sich zum Ziel setzt die wichtigsten Fragen zum Gamen im Kindergartenalter zu beantworten.

Zielgruppe: Kindergarten

Kursleitung:
Mark Weisshaupt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter PH FHNW

Kurstermin:
Mi, 14.03.2018, 14.15 - 17.45 Uhr



Das Freispiel: Lernen mit Leidenschaft

Beim Spielen können Kinder genau so viel (und manchmal mehr) lernen wie im angeleiteten Unterricht. Das Lernen im Freispiel ist besonders nachhaltig, weil es aus eigenem Antrieb geschieht und mit Spass verbunden ist. Im Kurs setzen wir uns mit der Weiterentwicklung des Freispiels als ganzheitliche Lernmethode des 1. Bildungszyklus auseinander. Wir reflektieren unsere Rolle als Lehrperson während des Spiels, tauschen uns bezüglich konkreter Praxisfragen aus und beziehen uns dabei auf aktuelle empirische Erkenntnisse. Die beiden Kursnachmittage ermöglichen, Impulse direkt in die Praxis mitzunehmen und daraus entstandene Erfahrungen zu diskutieren. Nach dem Kurs sollte der Rucksack gefüllt sein mit lern- und entwicklungsfördernden Freispielideen, variabel einsetzbaren Möglichkeiten der Freispielbegleitung und Sicherheit im Umgang mit schwierigen Situationen. Nicht zuletzt werden die Kursteilnehmenden fähig sein, das Freispiel als zentralen Entwicklungs- und Lernmotor im Kindergarten und der Primarunterstufe überzeugend zu vertreten.

Zielgruppe: Kindergarten, Primar-Unterstufe

Kursleitung:
Sabine Campana Schleusener, Dozentin für Pädagogik PH FHNW

Kurstermine:
Mi, 05.09.18, 14.00 - 17.30 Uhr
Mi, 07.11.18, 14.00 - 17.30 Uhr



Kämpfen, verlieren, siegen – alles nur Spiel?

Viele Knaben lieben es zu kämpfen, gegeneinander im Wettkampf anzutreten und lautstark zu siegen. Woran liegt das? Sind solche Kämpfe immer schlecht? Sollten sie im Kindergarten und in der Schule verboten werden? Und wie entwickeln Mädchen ein körperliches Verhaltensrepertoire, um sich mit den Jungs selbstsicher auseinandersetzen zu können? Der Kurs beleuchtet psychologische Hintergründe der Geschlechtsrollenentwicklung und thematisiert, wie spontane Kämpfe in produktive Bahnen gelenkt werden können. Es werden geleitete Spielformen vorgestellt und ausprobiert, welche Kinder dazu bewegen, sich geregelt auseinanderzusetzen.

Zielgruppe: Kindergarten, Primar-Unterstufe

Kursleitung:
Sabine Campana Schleusener, Dozentin für Pädagogik PH FHNW
Mark Weisshaupt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter PH FHNW

Kurstermine:
Mi, 24.10.2018, 13.30 - 17.00 Uhr
Mi, 21.11.2018, 13.30 - 17.00 Uhr

Alle Kurse finden im Campus Brugg-Windisch statt.




Die Weiterbildungen der Lernwerkstatt SPIEL sind buchbar über:

http://www.fhnw.ch/ph/iwb/kurse




Seminare

Einführungsveranstaltung „Spiel- und Unterrichtskulturen“

Das Spiel der Kinder ist einerseits ein zentrales kulturelles Gut und andererseits ein wichtiges didaktisches Element in der Schuleingangsphase. Im Seminar werden theoretische und praktische Grundlagen für das Spiel in Kindergarten und Unterstufe erarbeitet. Dazu werden Interaktions- und Spielprozesse von Kindern, verschiedene Spielformen, Fragen der Bildungswirksamkeit des Spiels, Folgerungen für das pädagogische Handeln und die Begleitung von Spielprozessen behandelt. Wir wenden uns u.a. folgenden Fragestellungen zu:
Welche Bedeutung hat das Spiel in unserer Gesellschaft und in der Kultur? Wie kann man Spiel professionell unterstützen, beobachten und reflektieren? Wie passt das Spiel in die Schule? Wie können Kinder dabei unterstützt werden, eigenen Fragen und Interessen nachzugehen?

Seminar „SPIEL in der Lernwerkstatt im Campus Brugg-Windisch“

Das Seminar findet regelmässig in der Lernwerkstatt in Brugg statt. Hier werden zukünftige Lehrpersonen in Spielpädagogik, Forschung zum Spiel und den Möglichkeiten freier Tätigkeit ausgebildet. Die Gestaltung, Unterstützung und Reflexion von Spiel-Lern-Umgebungen steht als Anwendungsfeld im Fokus, wobei das Bewusstsein des Bildungs- und Eigenwerts des Spiels als zentrale Kulturtechnik unserer Gesellschaften das Rückgrat des Seminars bildet. Traditionelle Spielmittel bis hin zu aktuellen Games stehen zur Verfügung und werden auf ihre jeweiligen Potenziale und Fährnisse als Lern- und Erfahrungsmedien untersucht. Als wichtiges Kennzeichen der Werkstattarbeit sind die SeminarteilnehmerInnen immer auch KonstrukteurInnen der Werkstatt. Die Studierenden hinterlassen dort Spuren, entwickeln z.B. Ausstellungen, Spiele und Werkstatt-Posten, nutzen, erfahren und verbessern sie gegenseitig. So profitieren die Studierenden effektiv von den Lernwegen der anderen Teilnehmenden. Die Spiele und Posten, die im Seminar ständig weiter entwickelt werden, stehen auch dem Gelegenheitsbesucher der Werkstatt zur Verfügung. Es gibt wechselnde Schwerpunktthemen, u.a. zu bestimmten Spielformen und Anwendungsfeldern. Im Seminar können so z.B. Spielphasen geplant, in den Praxisfeldern erprobt und anhand von Datenmaterial im Seminar ausgewertet werden.

Seminar „Freispiel“ extern“

Auch in Liestal und Solothurn werden Freispiel-Seminare für angehende Lehrpersonen, ausserhalb der Lernwerkstatt, angeboten.




Vertiefungs- und Projektseminare

Konsum, Kultur und Spiel. Rollen der Interaktion in Kinderkultur und Kindergarten/Schule

Welche Bedeutung hat „Konsum“ in den kulturellen Welten der Kinder und welche in den Welten des Kindergartens und der Schule? Lebens-, Unterrichts- und Spielwelten sind Welten mit symbolischen Ordnungen. Diese Ordnungen werden mit materiellen Gegenständen, Diskursen und eingespielten Rollen und Regeln immer wieder aufgeführt und auch verhandelt. Mit diesen Aufführungen verbunden sind Sinnangebote für Interaktion und Partizipation, aber zugleich auch für Interpassivität, Konsum und Genuss, denen jeweils bestimmte Wertigkeiten zugesprochen werden. Zentrale Fragen hierbei sind: In welchem Verhältnis stehen Lerngelegenheiten in bestimmten Unterrichtssettings, in der Kinderkultur und in Spielen zu dem jeweiligen Angebot von „Genuss“ für die verschiedenen Beteiligten? Wie kann man mit den Interaktions- und Konsumrollen pädagogisch umgehen, wie sie weiterentwickeln?

Spiele erfinden im internationalen Dialog

Die Studierenden gestalten Spiele kooperativ im interkontinentalen Austausch mit Studierenden der Nelson Mandela Metropolitan University, Port Elizabeth, Südafrika. Neben dem Kompetenzerwerb durch das Spiele designen und reflektieren (u.a. kompetenzorientierte Lernmotivation als Modell für den Unterricht) steht auch die Wahrnehmung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Stellung des Spiels in unterschiedlichen Gesellschaften im Zentrum und damit Schlussfolgerungen für die eigene Arbeit im Horizont der Bildungsarbeit weltweit.

siehe auch:
Mark Weisshaupt/Ricarda T. D. Reimer: Spiele erfinden mit internationalen Studierenden
In: Johann Haag Josef Weißenböck, Wolfgang Gruber, Christian F. Freisleben-Teutscher (Hg.), Game Based Learning - Dialogorientierung & spielerisches Lernen digital und analog, St. Pölten, ikon, 2016, S. 7-14
Text-PDF

Seminarbericht: IVU Windisch meets Port Elizabeth


Seminar Spielen macht Schule

Junge Kinder lernen vieles spielerisch. Im Kindergarten wird dem Spiel als Lernmodus traditionell viel Beachtung geschenkt. In der Schule jedoch hat das Spielen oft eine eher sekundäre Bedeutung. Dabei ist es als offene Lernform ein hervorragendes Medium, um der Heterogenität im Klassenzimmer gerecht zu werden und selbstgesteuert zu lernen. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung des Freispiels aus dem Kindergarten für die Primarunterstufe. Dazu wird von den Studierenden ein Freispielangebot, z.B. zum Thema „Zeit“ entwickelt und mit einer Klasse einer lokalen Primarschule durchgeführt.

Seminarbericht


Begleitung und Reflexion von Rollenspiel (siehe Projekte)


Freie Projektarbeit und Spiel

Im Seminar werden eigene Fragen und Projekte der Studierenden im Themenbereich Spiel entwickelt und über das ganze Semester verfolgt – praktisch wie wissenschaftlich. Die Projekte werden gemeinsam in der Gruppe fortwährend diskutiert, begleitet und fortentwickelt. Zugleich lernen Studierende Möglichkeiten der Begleitung von entdeckendem, selbstgesteuertem und projektorientiertem Lernen kennen.


Entwicklung, Design und Reflexion von Spielen

Studierende designen Spiele und reflektieren dabei die Passungen u.a. von thematischem Spielsetting, Regeln, Zielgruppe und Spielmotivation. Die zukünftigen Lehrpersonen experimentieren dabei mit Spielmechaniken, nicht zuletzt um Lernmotivation allgemein besser zu verstehen. Das Spiel als eine interaktive, kompetenzorientierte Auseinandersetzung mit Inhalten kann so in Bezug zum Unterricht gesetzt werden.


Seminar „SPIEL mit!“ (siehe Projekte)


Spiel & Werkstattarbeit

Die Werkstattarbeit als offenes Lernsetting wird als didaktischer Doppeldecker durchgeführt. Im Format dieser Lernform werden die Möglichkeiten und Herausforderungen derselben Lernform zugleich handelnd erfahren und reflektiert. Werkstattposten werden gestaltet und verbessert, Werkstattprojekte werden geplant, begleitet und dokumentiert.

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