Die Lernwerkstatt SPIEL, im Campus Brugg-Windisch, hat sich schon länger mit dem Digitalen beschäftigt. Spielkonsolen und digitale Figuren sind fester Bestandteil der Lernwerkstatt und in Seminaren werden Chancen und Gefahren von Games, Apps und Tablets thematisiert.
In Zukunft wird ein noch verstärkter Fokus auf Themen des Umgangs mit dem Digitalen sowie der Verbindung von digitalem und analogem Denken und Handeln gelegt. Dafür arbeiten wir neu mit Digikult als Praxispartner zusammen, welche einen prägnanten Zugang zu digitaler Bildung für Primarschulkinder vermitteln, der komplett ohne digitale Geräte auskommt, und stattdessen auf haptische Materialien setzt. Gemeinsam mit Studierenden entwickeln wir in einem Service Learning Seminar nun entsprechend umsetzbare Konzepte auch für die Kindergartenstufe. Damit verbunden wird die Lernwerkstatt ihr Angebot vor Ort Schritt für Schritt um Materialien von Digikult und von Studierenden erweitern, welche diese Schnittstellen thematisieren. Diese werden in Öffnungszeiten der Lernwerkstatt SPIEL dann auch für Gäste zugänglich. Ausserdem verstärkt sie ihr digitales Engagement durch das Einbinden vielfältiger Ressourcen auf der Website und durch zukünftige virtuelle und hybride Escape Rooms, die einen spielerischen Zugang zu ihren Themen eröffnen.
Scratch Studio Lernwerkstatt Digikult
https://www.lernwerkstatt-spiel.ch/links/
Online-Escape-Lernwerkstatt-Room
Robo Rally – Programmierspiele jung und alt Rezension
Mark Weißhaupt/Ralf Schneider/Clemens Griesel/Agnes Pfrang: Digitale Erfahrung? Über das Lernen zwischen Instruktion und (Ko-)Konstruktion, in: B. Holub et al. (Hg.): lern.medien.werk.statt. Bad Heilbrunn, Klinkhardt, 2021, S. 87-102
„Was hat Deine Lebensgeschichte mit Deiner zukünftigen Aufgabe als Lehrperson zu tun?“
In diesem Projekt wird diese Frage genauer zum Thema. Wir bearbeiten biographische Erzählungen auf mehreren Ebenen: Studierende explorieren in verschiedenen Settings Aspekte ihrer eigenen Lebensgeschichte. Sie beforschen zudem die Biographie von Kommilitonen und erarbeiten wissenschaftlich die Muster und Bedingungen von biographischen Erzählungen, u. a. soziale Lagen, familiäre Bedingungen, mediale und diskursive Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten und neue Modi der Identitätsbildung. Klar wird hierbei: Diese Lagen und Veränderungen betreffen zugleich auch die zukünftigen Schülerinnen und Schüler der angehenden Lehrpersonen, und deren Selbstkonzept, welches in der Schule wirksam und beeinflusst werden wird. Fragen des Projekts sind u. a.: Was sind bestimmende Faktoren der Biographien von IKU-Studierenden? In welchen Sinnzusammenhängen werden die eigene Lebensgeschichte und die professionelle Identität von angehenden Lehrpersonen verknüpft? Welche narrativen Muster zeigen sich hierbei? Entdeckenden und forschenden Prozessen wird im Projekt Raum gegeben.
Das Rollenspiel bietet eine ideale Umgebung als Labor zum spielerischen Erlernen von und Experimentieren mit sozialen Prozessen und Sprache. Dabei haben (Kindergarten-)Lehrpersonen eine bedeutsame Wirkung auf das Spiel sowie die darin stattfindenden Lernprozesse durch die Selektion von Materialien und deren Einführung, die Organisation der Kindergruppen, aber nicht zuletzt auch durch die Art und Weise der Spielbegleitung.
Fragestellung der Studie: Welche sozialen und sprachlichen Interaktionen finden zwischen Kindern im Rollenspiel statt? Welche Begleitungsstrategien nutzen Lehrpersonen in Bezug auf das Rollenspiel? Wie werden beim Rollenspiel und durch die Begleitung die sozialen und sprachlichen Kompetenzen der Kinder gefördert?
Ziel der Studie ist es zu beschreiben, welche sozialen und sprachlichen Interaktionen zwischen den Kindern stattfinden, welche Begleitungsstrategien Lehrpersonen in Bezug auf das Rollenspiel nutzen und schliesslich, ob und wie dabei das Spiel und die Kompetenzen der Kinder gefördert werden.
Publikationen:
Elke Hildebrandt/Ezgi Güvenç/Johanna Pautasso:
Begleitung von Rollenspiel im Kindergarten
In: Katrin Liebers, Brunhild Landwehr, Anne Marquardt, Kezia Schlotter (Hg.), Lernprozessbegleitung und adaptives Lernen in der Grundschule. Forschungsbezogene Beiträge. Jahrbuch Grundschulforschung, Springer VS, Wiesbaden, 2016, S. 253-258
Elke Hildebrandt/Ezgi Güvenç/Johanna Pautasso:
Das Rollenspiel als inkludierende Spielform – Erkundungen zur Verwendung von Sprache im Rollenspiel
In: Corinna Schmude/Hartmut Wedekind (Hg.), Lernwerkstätten an Hochschulen: Orte einer inklusiven Pädagogik, Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 2016, S. 188-200
Vorträge u.a.:
Mark Weisshaupt: 10.9.2019 “Wenn die Lehrperson ins Spiel kommt. Das kindliche Rollenspiel und dessen Beeinflussung als soziale Praxis des Kindergartens.” auf der Fachtagung Pädagogische Psychologie paEpsy, 9.-12.9.2019 in Leipzig
16.01.2019 “Wenn die Lehrperson ins Spiel kommt – Interaktionssysteme im Kindergarten”, Gastvortrag an der Universität Erfurt
Tobias Leonhardt/Mark Weisshaupt/Elke Hildebrandt:
27.11.2015 “Interaktionsformen von Lehrpersonen in Rollenspielsituationen” anlässlich des Forschungstages der PH-FHNW an der Universität Basel
Elke Hildebrandt/Yshai Kalmanovitch/Johanna Pautasso:
Pragmatische Kompetenzen im Rollenspiel von Kindergartenkindern. Eine Pilotstudie. Präsentation anlässlich der Tagung „Sprache und soziale Kognition Language and Social Cognition Langue et cognition sociale“ in Bern, am 10. und 11. September 2015.
Die täglichen spielerischen Interaktionen von Kindern in der Schule bieten u.a. ein wichtiges Übungsfeld für die Ausbildung von Fertigkeiten im Bereich von Selbst- und Sozialkompetenzen. Oft bleibt jedoch im Schulalltag zu wenig Raum für solche Interaktionen, und noch weniger Möglichkeiten der Reflexion und Gestaltung solcher gemeinsamer Handlungs- und Spielräume, obwohl aus dem gemeinsamen Handeln und Erleben der Kinder Verbindungen untereinander und gemeinschaftliche Strukturen innerhalb der Klasse erwachsen.
Ziel des Projektes ist, die gemeinschaftliche Inklusion in der Klasse mithilfe von Mitteln des Spiels zu verbessern. Studierende der Lernwerkstatt besuchen deshalb lokale Schulen, und begleiten dort Klassen mit speziell vorbereiteten Spielphasen und -angeboten. Die Studierenden werden im Seminar der Lernwerkstatt während des gesamten Projektes begleitet.
Sabine Campana/Mark Weisshaupt/Bettina Scheck:
Spiel mit! Die Klasse als sozialer Erfahrungsraum
In: Die neue Schulpraxis, 10/2014, S. 4-6.
Mark Weisshaupt:
27.11.2014 “Playful Inclusion“ auf der EAPRIL Fachtagung vom 25.-28. November 2014 in Zypern, Nicosia
Mark Weisshaupt/Sabine Campana:
16.02.2014 “Inklusion durch Spiel” auf der Fachtagung der Hochschullernwerkstätten vom 16. bis 18. Februar 2014 an der Alice Salomon Hochschule Berlin
Für weitere Fachvorträge siehe bei den Profilen der Mitarbeitenden.
Beispiele laufender und abgeschlossener Projekte:
Bachelorarbeiten sind einsehbar in der Präsenzbibliothek der Lernwerkstatt SPIEL (siehe Öffnungszeiten)
Studierende sind eingeladen, eigene Ideen, Themen und Interessen einzubringen und mit uns zu besprechen! Sie können ggf. auch gerne an den Forschungsprojekten der Lernwerkstatt teilnehmen!