Weiterbildungen

Weiterbildungen Lernwerkstatt SPIEL

Spiel und freie Tätigkeit im Zyklus 1

Im Freispiel können Kinder genauso viel – und manchmal mehr – lernen wie im angeleiteten Unterricht. Das Lernen im Im Freispiel können Kinder genauso viel – und manchmal mehr – lernen wie im angeleiteten Unterricht. Das Lernen im Spiel ist besonders nachhaltig, weil es aus eigenem Antrieb geschieht und mit Spass verbunden ist. Auch auf der Unterstufe ist diese ganzheitliche Lernmethode von zentraler Bedeutung und kann im Zuge der Freien Tätigkeit wunderbar eingesetzt werden. Im Kurs entwickeln wir unser Angebot weiter, reflektieren unsere Rolle als Lehrperson, tauschen uns zu Praxisfragen aus und werden über aktuelle empirische Erkenntnisse informiert. Der zweiteilig geführte Kurs ermöglicht, Impulse direkt in die Praxis mitzunehmen und gewonnene Erfahrungen zu diskutieren. Nach dem Kurs ist der Rucksack gefüllt mit lern- und entwicklungsfördernden Freispielideen und variabel einsetzbaren Möglichkeiten der Begleitung. Nicht zuletzt werden die Kursteilnehmenden fähig sein, das Freispiel als zentralen Entwicklungs- und Lernmotor im Kindergarten und auf der Unterstufe überzeugend zu vertreten.

Zielgruppen:– Berufseinsteigende
– Wiedereinsteigende
– Zyklus 1
Kursleitung:Sabine Campana Schleusener, Dozentin für Pädagogik PH FHNW
Cornelia Straub, Lehrperson Kindergarten
Kurstermine:Mi, 26.10.2022,14.00–17.30 Uhr
ab Do, 27.10.2022: Selbstlernzeit im Umfang von 3.5 Lektionen
Mi, 30.11.2022,14.00–17.30 Uhr

Kämpfen, verlieren, siegen – alles nur Spiel?

Viele Knaben lieben es, zu kämpfen, gegeneinander im Wettkampf anzutreten und lautstark zu siegen. Woran liegt das? SViele Knaben lieben es, zu kämpfen, gegeneinander im Wettkampf anzutreten und lautstark zu siegen. Woran liegt das? Sind solche Kämpfe immer schlecht? Sollten sie im Kindergarten und in der Schule verboten werden? Und wie entwickeln Mädchen ein körperliches Verhaltensrepertoire, um sich mit den Jungs selbstsicher auseinandersetzen zu können? Der Kurs beleuchtet psychologische Hintergründe der Geschlechtsrollenentwicklung und thematisiert, wie spontane Kämpfe in produktive Bahnen gelenkt werden können. Es werden geleitete Spielformen vorgestellt und ausprobiert, die Kinder dazu bewegen, sich geregelt auseinanderzusetzen.

Zielgruppe:Kindergarten, Primar-Unterstufe
Kursleitung:Sabine Campana Schleusener, Dozentin für Pädagogik PH FHNW
Mark Weisshaupt, Wissenschaftlicher Mitarbeiter PH FHNW
Kurstermine:
Mi, 16.3.2022,14.00–17.30 Uhr
Mi, 11.5.2022,14.00–17.30 Uhr

Die Weiterbildungen der Lernwerkstatt SPIEL sind buchbar über:

Seminare

Basisseminar «Sozialisation – Soziale Integrationsprozesse in der Kindheit», Mi, 12-14h

Die Einführungsveranstaltung stellt die Frage, wie Kinder sich in in den sozialen Zusammenhängen einfinden, die sie umgeben, wie sie diese zu nutzen lernen, und wie sie dabei ihr Selbstkonzept entwickeln. Auf welche Weise tragen Erwachsene absichtlich und unabsichtlich zu diesem Prozess der „Sozialisation“ bei, speziell Lehrpersonen im Zyklus 1? Es wird zudem gefragt, inwiefern diese Erwachsenen selbst noch Sozialisationsprozessen unterliegen, und wie das alles mit dem Lernen von Kindern zusammenhängt.

In verschiedenen Vertiefungsfeldern widmen wir uns konkreten Fragen zu Wechselwirkungen der Sozialisation: Wie wird die Lebenswelt von Kindern in der Schule wirksam? Welche heimlichen Lehrpläne gelten im Kindergarten? Welche Rollenkonflikte müssen Lehrpersonen bearbeiten? Wieso sollte man alltäglich Selbstverständliches als Lehrperson in Frage stellen? Wie verändert die Medienrezeption von Kindern deren Selbstkonzept? Inwiefern ist die Kindheit „erfunden“? Wie kann das Spiel dazu beitragen, Kindern neue Felder, Rollen und Identitäten zu erschliessen?

Basisseminar “Individuum und Lebenslauf – Psychologische Grundlagen kindlicher Entwicklung und kindlichen Lernens”, Fr, 10-12h

Ein Kind lernt täglich Neues über sich selbst, seine Mitmenschen und seine Umwelt. Dem Kind wird immer klarer, dass auch andere über eine Innenwelt verfügen. Es entwickelt Gedächtnisstrategien und steigert damit seine Gedächtnisleistung. Es verändert sich, wird selbstständiger, «reifer», geschickter. Es fordert sich selbst heraus und es kann ihm oft nicht schnell genug dabei gehen, gross zuwerden. Welch spannende Zeit! In dieser Einführungsveranstaltung des Grundstudiums werden psychologische Einsichten und Erkenntnisse in Entwicklungs- und Lernprozesse 4- bis 9-jähriger Kinder diskutiert.
Sie erarbeiten die Grundbegriffe zu Lernen, Entwicklung, Reifung, Anlage und Umwelt und befassen sich mit der sozialen, kognitiven, emotionalen und moralischen Entwicklung. Entwicklung und Lernen verlaufen nicht immer gradlinig. Sie lernen Risiken und Resillienzfaktoren kennen, welche die individuellen Verläufe beeinflussen. Anhand von Fallbeispielen identifizieren Sie zentrale Lerntheorien und Lernformen. Das Spiel und seine Entwicklung stehen dabei als zentrale Lernform des 1. Zyklus speziell im Fokus.

Einführungsveranstaltung «Spiel- und Unterrichtskulturen»

Das Spiel der Kinder ist einerseits ein zentrales kulturelles Gut und andererseits ein wichtiges didaktisches Element in der Schuleingangsphase. Im Seminar werden theoretische und praktische Grundlagen für das Spiel in Kindergarten und Unterstufe erarbeitet. Dazu werden Interaktions- und Spielprozesse von Kindern, verschiedene Spielformen, Fragen der Bildungswirksamkeit des Spiels, Folgerungen für das pädagogische Handeln und die Begleitung von Spielprozessen behandelt. Wir wenden uns u.a. folgenden Fragestellungen zu:
Welche Bedeutung hat das Spiel in unserer Gesellschaft und in der Kultur? Wie kann man Spiel professionell unterstützen, beobachten und reflektieren? Wie passt das Spiel in die Schule? Wie können Kinder dabei unterstützt werden, eigenen Fragen und Interessen nachzugehen?

Das Spiel der Kinder ist einerseits ein zentrales kulturelles Gut und andererseits ein wichtiges didaktisches Element in der Schuleingangsphase. Im Seminar werden theoretische und praktische Grundlagen für das Spiel in Kindergarten und Unterstufe erarbeitet. Dazu werden Interaktions- und Spielprozesse von Kindern, verschiedene Spielformen, Fragen der Bildungswirksamkeit des Spiels, Folgerungen für das pädagogische Handeln und die Begleitung von Spielprozessen behandelt. Wir wenden uns u.a. folgenden Fragestellungen zu:
Welche Bedeutung hat das Spiel in unserer Gesellschaft und in der Kultur? Wie kann man Spiel professionell unterstützen, beobachten und reflektieren? Wie passt das Spiel in die Schule? Wie können Kinder dabei unterstützt werden, eigenen Fragen und Interessen nachzugehen?

Seminar «SPIEL in der Lernwerkstatt im Campus Brugg-Windisch»

Das Seminar findet regelmässig in der Lernwerkstatt in Brugg statt. Hier werden zukünftige Lehrpersonen in Spielpädagogik, Forschung zum Spiel und den Möglichkeiten freier Tätigkeit ausgebildet. Die Gestaltung, Unterstützung und Reflexion von Spiel-Lern-Umgebungen steht als Anwendungsfeld im Fokus, wobei das Bewusstsein des Bildungs- und Eigenwerts des Spiels als zentrale Kulturtechnik unserer Gesellschaften das Rückgrat des Seminars bildet. Traditionelle Spielmittel bis hin zu aktuellen Games stehen zur Verfügung und werden auf ihre jeweiligen Potenziale und Fährnisse als Lern- und Erfahrungsmedien untersucht. Als wichtiges Kennzeichen der Werkstattarbeit sind die SeminarteilnehmerInnen immer auch KonstrukteurInnen der Werkstatt. Die Studierenden hinterlassen dort Spuren, entwickeln z.B. Ausstellungen, Spiele und Werkstatt-Posten, nutzen, erfahren und verbessern sie gegenseitig. So profitieren die Studierenden effektiv von den Lernwegen der anderen Teilnehmenden. Die Spiele und Posten, die im Seminar ständig weiter entwickelt werden, stehen auch dem Gelegenheitsbesucher der Werkstatt zur Verfügung. Es gibt wechselnde Schwerpunktthemen, u.a. zu bestimmten Spielformen und Anwendungsfeldern. Im Seminar können so z.B. Spielphasen geplant, in den Praxisfeldern erprobt und anhand von Datenmaterial im Seminar ausgewertet werden. 

Seminar «Freispiel» extern

Auch in Liestal und Solothurn werden Freispiel-Seminare für angehende Lehrpersonen, ausserhalb der Lernwerkstatt, angeboten.


Vertiefungs- und Projektseminare

Konsum, Kultur und Spiel. Rollen der Interaktion in Kinderkultur und Kindergarten/Schule

Welche Bedeutung hat „Konsum“ in den kulturellen Welten der Kinder und welche in den Welten des Kindergartens und der Schule? Lebens-, Unterrichts- und Spielwelten sind Welten mit symbolischen Ordnungen. Diese Ordnungen werden mit materiellen Gegenständen, Diskursen und eingespielten Rollen und Regeln immer wieder aufgeführt und auch verhandelt. Mit diesen Aufführungen verbunden sind Sinnangebote für Interaktion und Partizipation, aber zugleich auch für Interpassivität, Konsum und Genuss, denen jeweils bestimmte Wertigkeiten zugesprochen werden. Zentrale Fragen hierbei sind: In welchem Verhältnis stehen Lerngelegenheiten in bestimmten Unterrichtssettings, in der Kinderkultur und in Spielen zu dem jeweiligen Angebot von „Genuss“ für die verschiedenen Beteiligten? Wie kann man mit den Interaktions- und Konsumrollen pädagogisch umgehen, wie sie weiterentwickeln?

Spiele erfinden im internationalen Dialog

Die Studierenden gestalten Spiele kooperativ im interkontinentalen Austausch mit Studierenden der Nelson Mandela Metropolitan University, Port Elizabeth, Südafrika. Neben dem Kompetenzerwerb durch das Spiele designen und reflektieren (u.a. kompetenzorientierte Lernmotivation als Modell für den Unterricht) steht auch die Wahrnehmung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Stellung des Spiels in unterschiedlichen Gesellschaften im Zentrum und damit Schlussfolgerungen für die eigene Arbeit im Horizont der Bildungsarbeit weltweit.

siehe auch:
Mark Weisshaupt/Ricarda T. D. Reimer: Spiele erfinden mit internationalen Studierenden
In: Johann Haag Josef Weißenböck, Wolfgang Gruber, Christian F. Freisleben-Teutscher (Hg.), Game Based Learning – Dialogorientierung & spielerisches Lernen digital und analog, St. Pölten, ikon, 2016, S. 7-14 

Seminar Spielen macht Schule

Junge Kinder lernen vieles spielerisch. Im Kindergarten wird dem Spiel als Lernmodus traditionell viel Beachtung geschenkt. In der Schule jedoch hat das Spielen oft eine eher sekundäre Bedeutung. Dabei ist es als offene Lernform ein hervorragendes Medium, um der Heterogenität im Klassenzimmer gerecht zu werden und selbstgesteuert zu lernen. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung des Freispiels aus dem Kindergarten für die Primarunterstufe. Dazu wird von den Studierenden ein Freispielangebot, z.B. zum Thema «Zeit» entwickelt und mit einer Klasse einer lokalen Primarschule durchgeführt.

Begleitung und Reflexion von Rollenspiel

Freie Projektarbeit und Spiel

Im Seminar werden eigene Fragen und Projekte der Studierenden im Themenbereich Spiel entwickelt und über das ganze Semester verfolgt – praktisch wie wissenschaftlich. Die Projekte werden gemeinsam in der Gruppe fortwährend diskutiert, begleitet und fortentwickelt. Zugleich lernen Studierende Möglichkeiten der Begleitung von entdeckendem, selbstgesteuertem und projektorientiertem Lernen kennen.

Entwicklung, Design und Reflexion von Spielen

Studierende designen Spiele und reflektieren dabei die Passungen u.a. von thematischem Spielsetting, Regeln, Zielgruppe und Spielmotivation. Die zukünftigen Lehrpersonen experimentieren dabei mit Spielmechaniken, nicht zuletzt um Lernmotivation allgemein besser zu verstehen. Das Spiel als eine interaktive, kompetenzorientierte Auseinandersetzung mit Inhalten kann so in Bezug zum Unterricht gesetzt werden.

Seminar «SPIEL mit!»

Spiel & Werkstattarbeit

Die Werkstattarbeit als offenes Lernsetting wird als didaktischer Doppeldecker durchgeführt. Im Format dieser Lernform werden die Möglichkeiten und Herausforderungen derselben Lernform zugleich handelnd erfahren und reflektiert. Werkstattposten werden gestaltet und verbessert, Werkstattprojekte werden geplant, begleitet und dokumentiert.

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